#1 Tod aufgrund technischen Versagens von Marie 15.01.2017 15:56

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1971: Die Kosmonauten Georgi Dobrowolski, Wladislaw Wolkow und Wiktor Pazajew starben durch ein leckes Ventil in ihrem Sojus-11-Raumschiff kurz vor dem Wiedereintritt in die Erdatmosphäre.

Der Tod der drei Kosmonauten wurde erst bemerkt, als die Bergungsmannschaft am Boden die Luken der Kapsel öffnete, da die Landung vollautomatisch durchgeführt worden war.

Dobrowolski, Wolkow und Pazajew sind bislang die einzigen bekannten Menschen, die außerhalb der Erdatmosphäre starben.

Zitat aus https://de.wikipedia.org/wiki/Sojus_11

#2 RE: Tod aufgrund technischen Versagens von hank 18.01.2017 15:07

Moin,

eine schlimme Sache. Doch da sieht man mal wieder, wie die Sowjetunion damals ihre Fehlschläge geheim hielt. Dort schienen damals Menschenleben nicht viel zu gelten. Wenn es klappte war der Staat natürlich obenauf. Wenn nicht, dann "Schweigen im Walde".

mfg

Hank

#3 RE: Tod aufgrund technischen Versagens von Marie 19.01.2017 17:39

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Zitat von hank im Beitrag #2
eine schlimme Sache. Doch da sieht man mal wieder, wie die Sowjetunion damals ihre Fehlschläge geheim hielt. Dort schienen damals Menschenleben nicht viel zu gelten. Wenn es klappte war der Staat natürlich obenauf. Wenn nicht, dann "Schweigen im Walde".

Genauso schauts aus. Und es gibt bestimmt noch viele solcher Vorkommnisse, welche bis dato immernoch nicht an die Öffentlichkeit gelangten.

#4 RE: Tod aufgrund technischen Versagens von Marie 15.04.2018 12:56

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1983: Bei einem Dekompressionsunfall auf der Byford Dolphin starben vier Taucher und ein Assistent, als es innerhalb des Bruchteils einer Sekunde zu einem explosiven Abfall des Kammerdrucks von neun auf eine Atmosphäre gekommen war.

Einer der Taucher, der dem höchsten Druckgradienten ausgesetzt war, explodierte aufgrund der abrupten Ausdehnung der körperinternen Gase. Alle seine Gliedmaßen sowie Brust- und Unterleibsorgane, einschließlich der Brustwirbelsäule, schossen aus dem Körper und wurden durch die 60 cm große Luke zur Druckkammer geschleudert.


Zur Erklärung des Begriffs Dekompression:
https://de.wikipedia.org/wiki/Dekompression

Zitat
Als Dekompression bezeichnet man beim Tauchen die kontrollierte Verminderung des Drucks zur Verhinderung der Dekompressionskrankheit. Die Dekompression wird anhand empirischer Tabellen (Dekompressionstabellen) oder mit Hilfe von Tauchcomputern durchgeführt, die auf einem Dekompressionsmodell basieren. Dabei legen Tauchzeit, Tauchtiefe und weitere Faktoren die Anreicherung von Inertgas (hauptsächlich Stickstoff) im Körper und somit die benötigte Dekompressionszeit fest. Die Dekompression geschieht in der Regel in Stufen (Dekompressionsstopps) abnehmender Tiefe und verschiedener Dauer.

#5 Tod aufgrund technischen Versagens von Marie 12.12.2020 11:45

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Die erste geplante bemannte Apollo Mission wurde aufgrund eines schrecklichen Unfalls um 1 Jahr verschoben.
Am 27. Januar 1967 kam es zu einem Brand in der Kapsel, in dem die drei Astronauten Ed White, Gus Grissom, Roger Chaffee ums Leben kamen.
Zum Gedenken an die 3 Astronauten

Wenn man sich das Bild der ausgebrannten Kapsel ansieht, ist jedem klar, daß da keiner lebend entkommen konnte.


Bildquelle: Von NASA - NASA image, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=203101
Das Innere der Kapsel nach dem Feuer

https://de.wikipedia.org/wiki/Apollo_1

Zitat
Die drei Astronauten Edward H. White, Virgil I. Grissom und Roger B. Chaffee hatten am 27. Januar 1967 die Kapsel (S/C 012) für eine Routineübung bestiegen. Das war um 13 Uhr.

Gegen 18:20 Uhr wurde der Countdown bei T-10 min angehalten, da es bei der Sprechverbindung immer wieder starke Störungen gab. Um 18:31 Uhr meldete ein Astronaut – vermutlich war es Chaffee – Feuer an Bord.

Etwa 15 Sekunden nach dem Ausbruch des Feuers kam es zum Einriss der Kapsel zwischen Druckkörper und Hitzeschutz. Alle Sprech- und Datenverbindungen fielen endgültig aus. Mindestens bis zu diesem Zeitpunkt hatte White noch versucht, die Luke zu öffnen. In der Kapsel war erst jetzt offenes Feuer sichtbar, aufgenommen von einer Kamera außen an einem Fenster der Kapsel.

Als um 18:36 Uhr die Luken geöffnet waren, konnten keine Lebenszeichen an den Astronauten mehr wahrgenommen werden, sie waren wahrscheinlich bereits 30 Sekunden nach dem Ausbruch des Feuers erstickt


*****

Zitat von Marie im Beitrag #3
Und es gibt bestimmt noch viele solcher Vorkommnisse, welche bis dato immernoch nicht an die Öffentlichkeit gelangten

Die Russen machten sowas gar nicht publik, sie kehrten jede Katastrophe/Unfall geschickt unter den Tisch.
Im Laufe der Jahre kamen aber dann doch einige tragische Schicksale ans Tageslicht.
https://www.spiegel.de/sptv/special/a-132293.html

Zitat
Die Geheimnisse der sowjetische Raumfahrt
Beim Wettlauf um die Vorherrschafft im All konnten sich die Sowjets keine Rückschläge leisten. Schließlich galt es die Überlegenheit des Systems zu demonstrieren. Unfälle wurden daher wie Staatsgeheimnisse gehütet. Erst heute, in Zeiten einer - wenn auch zögerlichen - Öffnung der Archive, kommen Katastrophen und Beinahe-Unfälle vereinzelt ans Tageslicht.


Besonders der Tod von Kosmonaut Valentin Mondarenko hat mich sehr betroffen.

Fast 30 Minuten ist der Kosmonaut lebendigen Leibes den Flammen ausgesetzt. Erst dann gelingt es den Rettern, die versiegelte Tür zu öffnen. Der Körper, den sie heraus ziehen, lebt noch. Die Haut ist fast völlig verbrannt. 16 Stunden später stirbt der Kosmonaut im Krankenhaus

#6 RE: Tod aufgrund technischen Versagens von Mystischebauten 12.12.2020 16:17

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Schrecklich, mag so etwas gar nicht lesen,
meine Fantasie bricht dann jede Rekorde.
Jedenfalls ein verdammt grausamer Tod!!

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